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| IMC Wiki | Jochbeinfrakturen

Jochbeinfrakturen

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Definition

Laterale Mittelgesichtsfrakturen betreffen das Jochbein und/oder den Jochbogen.
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Therapieziele

Neben der Wiederherstellung der Gesichtsform und der Unterkieferfunktion, steht die Wiederherstellung der Sensiblen Nerven (N. infraorbitalis) und insbesondere der Augenfunktion im Vordergrund. Bei der Primärversorgung sollte ein Enophthalmus korrigiert werden.

Diagnostik

Inspektion

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Symptome
  • Monokelhämatom
  • Hyposphagma
  • Schwellung
  • evtl. Abflachung des Gesichtes
  • bei Einseitigkeit Asymmetrie des Gesichtes
Palpation
  • Frakturstufen infraorbital
  • lateraler Orbitarand
  • Jochbeinpfeiler
Funktionsprüfungen
  • Sensibilität V2
  • Facialisfunktion
  • Augenmotilität
  • Diplopie
  • Mundöffnung
  • Vor- und Seitschub

Weiterführende Untersuchungen

augenärztliche Untersuchung

Röntgenuntersuchungen in zwei Ebenen

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Standard
  • NNH
  • Korbhenkel
  • OPG
Erweitert
  • CT

Indikation

  • klinischer und/oder röntgenologischer Nachweis einer Fraktur
  • sensible oder motorische Funktionsstörungen
  • Unterkieferfunktionsstörung
  • Störungen der Augenmotilität (Diplopie)
  • Gesichtsdeformität

Konservative Therapie

  • Verlaufsbeobachtung bei diskreter Dislokation der Fraktur
  • Abschwellende Maßnahmen
  • ggf. Diät (weiche Kost)

Operative Therapie

Die chirugische Frakturversorgung ist immer bei dislozierten Frakturen, Funktionseinschränkungen des Auges und/oder Sensibilitätsstörung anzustreben.
Sie kann folgende Maßnahmen umfassen:
Einzinkerreposition
  • Einsetzen des Einzinkers unter das Jochbein
    #pic#
  • Reposition, Kontrolle der Stufe infraorbital
    #pic#
  • Kontrolle der Stufe
    #pic#
Einsetzen des Einzinkers
  • Den Einzinker sicher unter das Jochbein/Jochbogen führen zur Reposition.
  • CAVE Weichteilverletzungen!
  • lediglich innerhalb von 2-3 Tagen stabil, später zusätzliche Fixation mit Platte
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Osteosynthese notwendig nach Einzinkerreposition
  • wenn Jochbein nicht stabil
  • bei stark dislozierten Jochbeinfrakturen mit Funktionseinschränkungen/-ausfällen
  1. Stabilisation lateraler Orbitarand (Sutura zygomatico-frontalis)
    Inzision in der Augenbraue (Cave: Augenbraue nicht rasieren!)
    #pic#
    Inzision nicht über Verlängerung der Lidspalte hinaus (Cave: Nervus facialis!)
    #pic#

  2. Stabilisation von intraoral
    Inzision intraoral von 11 bis zum Tuber, Reposition mit Einzinker, Anpassen einer 2.0-Platte, Fixation, Kontrolle der Fragmentreposition, evtl. Ausspülen der Kieferhöhle, Nahtverschluss, Kontrolle des Foramen infraorbitale, evtl. Enttrümmerungen
    #pic#

  3. Stabilisation infraorbital mit Orbitabodenrekonstruktion
    Bei extrem mobilen Jochbeinfrakturen oder Trümmerfrakturen kann eine zusätzliche Stabilisation am Infraorbitalrand notwendig werden.
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  4. Trümmerfraktur
    Falls Jochbein und Jochbogen getrümmert sind, Zugang über Bügelschnitt und komplette Darstellung und Rekonstruktion oder auch i.o. Zugang möglich.
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Komplikationen

  • Augenmotilitätsstörungen
  • Amaurose
  • Bulbusdislokation
  • Luftpassagebehinderung
  • Störung der Pneumatisation der Nasennebenhöhlen
  • Funktionsstörung (limitierte Schneidekantendistanz oder Unterkieferexkursion)
  • chronische Schmerzen
  • chronische neurologische Funktionsstörungen (motorisch und/oder sensorisch)

Ergänzende Maßnahmen

  • prä- und postoperative Kontrollen des Augenbefundes durch Augenärzte empfehlenswert
  • ggf. Antibiotikaprophylaxe

Risikofaktoren

  • Verlust von Knochenstrukturen (z. B. Alveolarfortsatz)
  • Grad der Frakturdislokation
  • Stück- oder Trümmerfraktur
  • Infektion
  • begleitende Verletzung im Kiefer- und Gesichtsbereich
  • Dauer bis zur Frakturversorgung

Empfehlung

  • Eine konservative Frakturversorgung kann ambulant durchgeführt werden.
  • Eine operative Frakturversorgung wird meist unter stationären Bedingungen durchgeführt.